ATLANTIC ROULETTE

oder DIE THEORIE DER TRÄGHEIT

Audiovisuelle Medienperformance

Elektronisches Environment 2022

360°-Screening mit Musik
Material + Computer-Videoanimation + Musik
Produktion © GRAF+ZYX 2022

Bei diesem Modell geht es nicht um die exakt definierte Konstruktion einer Situation, sondern um die Produktion im Sinn einer ästhetischen Idee und deren maximaler Wandelbarkeit.

Jetons klicken in den Fingern aufgeregter Spieler. Diese Spieler sind aber nur unbedeutende Figuren eines übergeordneten Spiels. Sie träumen überheblich in einer für sie zu kompliziert verschachtelten Anordnung von enormen Gewinnen.

Der Sieg ist unser!

Die letzten Wetten werden platziert. Die weiße Kugel beginnt zu rollen, sie dreht im Kreis. Rot / Schwarz / Rot / Schwarz / X for U /…. die Zahlen fliegen.

Rien ne va plus!

Die Bank gewinnt immer – während die Aussicht auf dauerhaften Verlust ins Unermessliche steigt.

INTRO

Warum aber gerade Roulette?
… sinniert die Krähe vor sich hin und zupft sich ihr Federkleid für den nächsten Flug zurecht.

Weil ich die Kugel bin!
… ruft die weiße Taube vom Dach und verschwindet für immer hinter dem Ereignishorizont.

Das wird ein kalter langer Winter!
… brabbelt der Bär und zieht sich schnaufend in seine Höhle zurück.

Und die Maus kauert zitternd unter der Erde, hilflos dem immerwährenden Getöse und Stampfen der Motoren ausgesetzt.

Die neue Parole!
Bad Voice, Nice Touch
Senseless Words (but) Wordless Sense

Durch die Zuschreibung von wechselnden Bedeutungen und aus der Position dieses Konstruktionsansatzes ist es aber nicht sinnvoll, von nur einem Handlungsstrang zu sprechen, sondern von einer Vielzahl differenter, sich überlagernder mentaler Vorstellungen – einem hybriden Konstrukt.

Bei dieser besonderen Art, flüchtige Eindrücke zu komponieren, soll nur die Ästhetik der Orientierung dienen und der Raum, über die subjektive Erkenntnis vom Verhältnis Distanz zu Zeit, so genommen werden, wie er erscheint.

Rien ne va plus!
2022, 2023, 2024 …

WHAT DO YOU LIVE FOR? – i do not exist – tell me now – what do you live for